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Urheimische Notizen
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Helmholtz-Zentrum des Plagiats überführt?

Pressemitteilung Dr. Pandalis Urheimische Medizin, Glandorf, 12. Februar 2016

Aus heiterem Himmel publizieren die Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums in München eine scheinbare Sensation: „Jetzt haben Prof. Dr. Ruth Brack-Werner und Dr. Stephanie Rebensburg vom Institut für Virologie (VIRO) des Helmholtz Zentrums München gezeigt, dass Extrakte aus Cistus incanus virostatische Eigenschaften aufweisen.“ Außerdem lässt das Helmholtz-Zentrum verlauten, dass der in der Studie auf seine antivirale und antibakterielle Wirksamkeit hin untersuchte, aber in der Pressemitteilung nicht genannte Pflanzenextrakt Cystus052® aus der Zistrose Cistus incanus Pandalis auch HI-Viren blockiert und so die Infektion von Zellen und die Virusvermehrung verhindert.

Jedoch unterschlägt die Großforschungseinrichtung in ihrer Pressemitteilung zu dem Forschungsergebnis, dass die vermeintlich neuen Erkenntnisse längst Teil der Pionierforschung zu Cistus incanus Pandalis vom Erfinder Dr. Georgios Pandalis selber waren. Über Jahrzehnte hinweg wurde der Extrakt Cystus052 bereits in seiner antiviralen Wirksamkeit erforscht, unter anderem gegen alle weltweit relevanten Influenza-Viren. In Zusammenarbeit mit Frau Dr. Ursula Dietrich (Georg Speyer Haus, Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie, Frankfurt) wurde seit März 2009 zur Infektblockade von HI-Viren geforscht, 2013 mündeten die Ergebnisse in einem Patent. Auch das Helmholtz-Zentrum patentierte Forschungsergebnisse zur infektblockierenden, antiviralen Wirkung vom Cystus052-Extrakt bei HI-Viren, bot dem eigentlichen Erfinder Dr. Pandalis das Patent sogar zum Kauf an. Jedoch lehnte Dr. Pandalis ab, da das eigene Patent durch den synergetischen Potenzierungseffekt (Kombination von Cistus incanus Pandalis mit anderen Heilpflanzen) bessere Ergebnisse erzielte.

Ist es als Retourkutsche zu verstehen, dass in der Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums nicht nur die Pionierforschung von Dr. Pandalis, sondern auch der Name des in der Studie verwendeten Extraktes verschwiegen wird? Lediglich von käuflichen Extrakten ist die Rede. Auf dem Markt existieren etliche Cistus incanus Extrakte, doch lediglich Cystus052 ist klinisch auf Wirksamkeit und Sicherheit getestet. Es erscheint der Öffentlichkeit gegenüber als fahrlässig, wenn durch das Helmholtz-Zentrum jetzt – neben dem tatsächlich in der Studie untersuchten speziellen Extrakt – auch beliebige ungeprüfte Extrakte mit unbelegter Wirkung und ungeprüfter Sicherheit ins Spiel gebracht werden.

Nun schmücken sich die Helmholtz-Forscher mit diesen fremden Federn. Trittbrettfahrer waren dem Unternehmen schon lange bekannt, neu ist die jetzige wissenschaftliche Usurpation. Die Wissenschaftsgeschichte birgt etliche Beispiele für Angriffe auf geniale Ideengeber, nachweislich aus von Gewinnsucht und Neid angetriebener Gier. An dieser Stelle sind Namen wie Wilhelm Conrad Röntgen zu nennen, der die Bonner Hochfrequenzforscher Heinrich Hertz und Philipp Lenard ihres Wissens enterbte und auch Max von Laue und Paul Knipping, die ihrem Chef und Lehrer Arnold Sommerfeld den Nobelpreis stahlen.

Die derzeitige Lage wirft ein unerfreuliches Licht auf die deutsche Forschungslandschaft in Bezug auf die freie Forschung innovativer Unternehmen, insbesondere weil es sich hier um eine anerkannte (und vom Staat reichlich unterstützte) Großforschungseinrichtung wie der Helmholtz-Gemeinschaft handelt.

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© Dr. Pandalis Urheimische Medizin GmbH und Co. KG, 2015