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Urheimische Notizen
Website Dr. Pandalis

Warum wir uns auch mit politischen Fragen beschäftigen?

Tod der Naturmedizin?!  Die von uns gewählten Volksvertreter haben die Kassen-Bezahlung naturmedizinischer Therapien in Deutschland mittlerweile fast völlig abgeschafft. Auch für deren Erforschung oder Weiterentwicklung werden von unserem Staat kaum mehr als eine einzige Million Euro pro Jahr „spendiert“. „Big Pharma“ liebt die gewinntreibenden Konsequenzen dieses Kahlschlags: Ärzte verordnen immer öfter teure chemische Präparate und immer weniger natürliche Arzneimittel oder Heiltees. Dutzende kleinerer, innovativer Naturmedizin-Unternehmen haben deshalb während der letzten 10 Jahre Pleite gemacht. Immer weniger Ärzte qualifizieren sich im Bereich Naturheilkunde, Homöopathie oder Pflanzenheilkunde. Kurzum: Das überall sichtbare Sterben der Naturmedizin ist von unseren Politikern gewollt und wird von unseren Behörden willfährig exekutiert. Aber: Im Interesse der Naturmedizin und ihrer Kunden muss es Patienten, Herstellern, Ärzten oder Heilpraktikern dennoch erlaubt bleiben, die Politik und ihre Vertreter zu kritisieren und konstruktive Vorschläge in die politische Debatte einzubringen. Wir tun dies – auch in Ihrem Interesse – immer wieder!

Naturmedizin als gelebte Gesellschaftskritik.  Ein weitaus wichtigeres Argument für unsere kritischen Stellungnahmen zu Politik und Gesellschaft ist jedoch: Naturmedizin ist von ihrem Wesen her zutiefst politisch! Krankheit und Gesundheit hängen nämlich weitaus weniger von individuell beeinflußbaren Einzelfaktoren ab, als meist angenommen (zum Beispiel Rauchen). Viel wichtiger sind krankmachende Einflüsse, die aus der fließend-verbundenen Einbettung der Menschen in alle Lebenssphären entstehen (zum Beispiel Umweltbelastungen). Das Spektrum dieser Lebenssphären ist riesig und betrifft genetische, klimatische, geographisch-regionale, familiäre, berufliche, gesellschaftliche, kulturelle oder politische Bereiche. Dies postulierte auch schon die antike Philosophie und Medizin, wenn sie vom „Zoon politikón“ sprach. Also vom Menschen der Polis-Gemeinschaft als ein naturgemäß politisches, soziales Wesen. Die naturmedizinische Beschreibung von Krankheitsentstehung wird deshalb auch oft zu einer Kritik der Gesellschaft insgesamt und der aktuellen Lebensverhältnisse von Menschen in ihr.

Naturmedizinische Prävention ist die Vision einer besseren Welt.  Ständig Angst verbreitende politische Interessengruppen und Medien können beispielsweise genauso Krankheiten auslösen, wie eine Depressionen, Resignation oder Verzweiflung fördernde wirtschaftspolitische Ideologie (zum Beispiel „Neo-Liberalismus“), eine unmenschliche Ausbeutung oder der immer Tod bringende Krieg. Das besondere Engagement der Naturmedizin für Krankheits-Prävention (einschließlich Sozial- oder Arbeitsmedizin) belegt ihr weitaus breiter angelegtes ökologisches Menschen-Verständnis als in der sogenannten Schulmedizin. Letztere sieht im kranken Menschen kaum mehr als eine „defekte biomechanische Maschine“. In diesem Reduktionismus der Schulmedizin kommt Heilung kaum vor, sondern nur noch Linderung von Beschwerden („symptomatische Medizin“). Die ganzheitliche Idee von Heilung in der Naturmedizin umfasst hingegen nicht nur das erkrankte Individuum, sondern die Welt, in der wir alle leben. Wird diese nicht „geheilt“, kann es auch keine letztendliche Heilung für ihre Bewohner geben. Die Bemühung um Heilung sollte also immer auch ein politischer Vorgang sein, bei dem es darum geht, „die Welt zu einem besseren Ort zu machen“.

Herzlichst,
Ihr
Dr. Georgios Pandalis
Glandorf, Dezember 2015

Dr. Georgios Pandalis

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