Im Mittelpunkt unserer Philosophie stehen eine urheimische Ernährungsweise und Heilkunde mit traditionellen Pflanzen. Als urheimische Pflanzen gelten für uns Mitteleuropäer diejenigen Gewächse, die ihren Ursprung in Europa haben (zum Beispiel Bärlauch, Wegwarte, Brennessel) beziehungsweise seit mindestens 10 Generationen in Europa positiv erprobt wurden (zum Beispiel Kartoffeln, Kaffee, Mais, Pfeffer, Bananen, Zuckerrohr). Häufig handelt es sich dabei um in Vergessenheit geratene Gewürz-, Gemüse und Heilpflanzen, die besonders reich an speziellen bioaktiven Substanzen sind.
Im Laufe der Evolution hat sich unser Körper auf die Lebensbedingungen in unseren Breitengraden eingestellt. Unser Organismus hat unter anderem Enzyme entwickelt, mit denen er speziell diese urheimischen Pflanzen optimal verwerten kann.
Übrigens: Es ist auch urheimisch, in seltenen Ausnahmefällen (zum Beispiel auf Reisen) etwas Neues auszuprobieren.
In unserer „modernen“ Zeit wird unser Körper mit derart vielen künstlichen Substanzen konfrontiert wie niemals zuvor. Unsere kultivierten Zuchtpflanzen enthalten vermehrt chemische Zusätze aus Dünger und Pestiziden. Der Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen geht indes stark zurück. Damit nicht genug, werden außerdem immer mehr gentechnisch veränderte Lebensmittel, synthetisch produzierte Nahrungsergänzungsmittel und neuartige Medikamente angeboten. Die effizienzorientierte Landwirtschaft verarmt zusehends und verseucht unsere Böden, unser Trinkwasser und unsere Luft.
Das bleibt nicht folgenlos: Ein Großteil der Bevölkerung leidet an Intoleranzen, Allergien und sonstigen gesundheitlichen Beschwerden. Jeder Dritte reagiert allergisch. Die unzähligen fremden Stoffe werden zu potentiellen Allergenen, auf die der Körper mit der Bildung von Antikörpern reagiert. Die Anzahl der Antikörper ist jedoch begrenzt. Treten mehr fremde Substanzen auf, als der Körper abwehren kann, kommt es zu allergischen Reaktionen und zur Belastung des Immunsystems. Das macht auf Dauer selbst den stärksten Körper krank.
Eine Anpassung des Organismus an fremdartige Stoffe dauert sehr viele Generationen. „Wer die Gefahr negativer Auswirkungen auf die Gesundheit vermeiden möchte, sollte besser auf urheimische Lebens- und Heilmittel zurückgreifen“, resümiert der Münsteraner Genetiker Prof. em. K. Müller in einem Brief an Dr. Pandalis.
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